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Methode & Ausbildung

EMDR – Augenbewegungen für innere Verarbeitung

Eine Methode, mit der belastende Erlebnisse und Stressreaktionen über Augenbewegungen verarbeitet werden können.

Belastende Erlebnisse verarbeiten

EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ – auf Deutsch: Verarbeiten von belastenden Erlebnissen über Augenbewegungen. Die Methode wurde Ende der 1980er Jahre von Francine Shapiro entwickelt und gehört heute zu den am besten erforschten Verfahren der Stressverarbeitung.

Wie EMDR belastende Erlebnisse verarbeitet

Klingt erstmal ungewöhnlich – wirkt aber oft erstaunlich schnell und sanft.

Was ist EMDR?

Während du an ein belastendes Erlebnis oder Gefühl denkst, folgen deine Augen einer hin- und herführenden Bewegung. Diese Augenbewegungen ahmen das nach, was dein Gehirn nachts in der REM-Phase macht: verarbeiten.

Was bei den Augenbewegungen im Gehirn passiert

Erlebnisse, die emotional „stecken geblieben“ sind, können auf diese Weise nachträglich verarbeitet werden. Das Erlebnis verschwindet nicht – aber es verliert seine Schärfe und Belastung.

Wenn ein Erlebnis nicht zur Ruhe kommt

Ein Klient kam zu mir, weil ihn Bilder einer alten Stresssituation am Arbeitsplatz nachts immer wieder einholten. Es war Jahre her – aber sein Körper reagierte, als wäre es gestern gewesen. Schlaf wurde brüchig, Konzentration tagsüber schwer.

Wir haben in zwei EMDR-Sitzungen daran gearbeitet. Er musste das Erlebnis nicht ausführlich erzählen – nur kurz innerlich daran denken, während die Augenbewegungen liefen. Er beschrieb es so: „Ich sehe das Bild noch, aber es ist weiter weg. Es greift mich nicht mehr."

Was sich verändert hat: nicht das Erlebnis selbst, sondern wie sein System darauf reagiert. Schlaf wurde wieder Schlaf. Der Kopf endlich ruhiger.

Wann diese Methode hilfreich sein kann

  • Bei belastenden Erlebnissen, die immer wieder hochkommen
  • Bei Ängsten, die mit konkreten Situationen zusammenhängen
  • Bei innerem Stress, der sich nicht „wegdenken“ lässt
  • Ergänzend zu Hypnose-Sitzungen

So läuft eine Sitzung bei mir ab

Wir besprechen vorab in Ruhe, an welchem Thema wir arbeiten möchten. Ich erkläre dir die Methode, und du kannst jederzeit Pausen machen. Während der eigentlichen EMDR-Phase folgst du mit den Augen meiner Hand oder einem Stift.

Wie viele EMDR-Sitzungen in der Regel nötig sind

Eine Sitzung dauert in der Regel 60–90 Minuten. Viele Klient:innen sind überrascht, wie viel sich allein durch diese Methode bewegen kann.

Häufige Fragen

Wann diese Methode nicht das Richtige ist

Lieber ehrlich vorab — als hinterher enttäuscht.

  • Bei akuten Traumata oder Diagnosen, die psychotherapeutische oder ärztliche Begleitung brauchen
  • Bei starken Augenproblemen, die das ruhige Folgen einer Bewegung erschweren
  • Wenn du das belastende Erlebnis nicht einmal kurz innerlich „anschauen" möchtest
  • Wenn du eine sehr tiefgehende Ursachenarbeit suchst – dann ist Hypnoanalyse oft passender

Kostenloses Erstgespräch

Du möchtest wissen, ob diese Methode für dein Anliegen passend sein könnte? Melde dich gerne – ganz unverbindlich.

Lieber klassisch per Formular? Zum Kontaktformular.